Lippenstift
saved
my life. 

Als Kind saß ich oft auf der Rückbank unseres Ford Taunus und alle Erwachsenen rauchten ganz selbstverständlich Kette. Gerettet hat mich immer das Inhalieren in die Handtasche meiner Mutter – mit ihrem Lippenstift, den Wildlederhandschuhen und dem Menthol-Zigaretten Softpack. Was für eine raffinierte Duftkomposition.

Ähnlich abgetaucht bin ich in der Schule – wo meist auch immer dicke Luft war – in mein Schlampermäppchen, bestückt mit stumpfen Holzbleistiften, ausgelaufenen Tintenpatronen und von Zirkelspitzen malträtierten Ratzefummeln.

So habe ich viele benebelte Autofahrten überlebt. Und die Tristesse der Schulzeit auch. Ich hatte übrigens immer Pelikan-Füller. Nie Geha, die hatten eher die Mädchen. Mit Parker und Lamy kam dann etwas Bewegung in den Markt. Aber da waren Füller insgesamt schon uncool. Stattdessen schrieb ich mit dem Faserstift meines Tintenkillers sogar ganz passable Noten. Auch so ein typischer Duft meiner Kindheit.

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